Sirene

Ich wette, beim Gedanken an eine Sirene kommt dir ein äußerst lautes Geräusch in den Sinn.

 Die Sirenen sind jedoch ursprünglich Figuren aus der griechischen Mythologie, die auf einer Insel lebten. Sie waren von der Hüfte abwärts Vögel und hatten zudem Flügel. Mit ihrem betörenden Gesang lockten sie vorbeifahrende Seeleute an, saugten ihnen das Blut aus und töteten sie.

Der Mythologie zufolge konnten die Argonauten ungefährdet an ihnen vorbeisegeln, da Orpheus unter ihnen war – und sein Gesang hinreißender als der der Sirenen. Odysseus, von Circe gewarnt, hatte sich an den Mast binden lassen und seinen Gefährten die Ohren mit Wachs verstopft; so vermochte er allein unbeschadet den Zaubergesang zu vernehmen.

Die mechanische Sirene wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Ihr Erfinder, der französische Physiker Charles Cagniard de la Tour, dachte vermutlich bei der Benennung des hell tönenden Geräuschs an den betörenden Gesang dieser Frauen.

Zunächst verwendet als Dampfpfeife in Fabriken und als Nebelhorn auf Schiffen, wird erst im 20. Jahrhundert die Sirene auch im zivilen Luftwarndienst entwickelt.

 

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