Illustration zum Begriff Parfüm

Parfüm

Ein Duft liegt in der Luft?

Eine wohlriechende Flüssigkeit, in der Duftstoffe gelöst sind, bezeichnest du als Parfüm. Die eine oder andere übertreibt gelegentlich mit dem duftenden Wässerchen – und scheint in ihrer Duftwolke schier unterzugehen.

Die wahre Bedeutung des Parfüms hat genau damit zu tun. Geht man dem Parfüm nämlich auf den Grund, gelangt man zum lateinischen fumus ‚Rauch, Dampf‘ und dem entsprechenden Verb fumare ‚rauchen, dampfen‘. Ursprünglich erzeugte man die geruchsintensiven Dämpfe nämlich primär zu Heilzwecken.

Wenige Jahre später bedeutet das Verb perfumare bei den Italienern ‚heftig dampfen‘ oder ‚durchduften‘. So gelangt das Verb in seiner französischen Entsprechung parfumer ins Französische. Die schicken Franzosen verwenden das Verb mit der Bedeutung ‚Parfüm anlegen‘ und ‚wohlriechend machen‘. Diese Bedeutung gelangt um 1600 mit dem Verb parfümieren auch in den deutschen Wortschatz.

Das Parfüm selber gelangt erst im 18. Jahrhundert ins Deutsche. Die dazugehörige Parfümerie gesellt sich als ‚Betrieb zur Herstellung oder zum Verkauf von Parfümen‘ Anfang des 19. Jahrhunderts dazu.

Das Parfüm ist übrigens urverwandt mit dem Thymian. Sprachliche Wurzel des Thymian ist das griechische thymós ‚Rauch‘. Und dieses ist urverwandt mit der sprachlichen Wurzel des Parfüms, dem lateinischen fumus. 🙂

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