Narzisst

Ach ja, du bist schon toll!

Hoffentlich denkst du das nicht pausenlos über dich, sonst bist du womöglich ein Narzisst! 🙂

Diese übertriebene Selbstliebe und das Bedürfnis, stets bewundert zu werden, gehen auf eine Figur der griechischen Mythologie zurück. Der Jüngling Narziss ist der wunderschöne Sohn des Flussgottes Kephissos und der Wassernymphe Leiriope. Seine Mitmenschen verlieben sich reihenweise in ihn, doch er weist sie stets zurück. Seine Überheblichkeit wird mit unstillbarer Selbstliebe bestraft. Als er dann eines Tages sein Spiegelbild in einem See betrachtet, verliebt er sich in sich selbst.

Für das Ende der Geschichte sind verschiedene Versionen bekannt. Eine davon besagt, dass er sein Spiegelbild verliebt betrachtet, ohne zu erkennen, dass es sein eigenes ist. Als er sich dann ins Wasser beugt, um dem Objekt seiner Begierde nah zu sein, ertrinkt er.

In die Wissenschaft gelangt der Begriff des Narzissmus Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem durch Freud und die Frankfurter Schule. Mittlerweile wird der Begriff nicht nur in der Psychologie und der Soziologie verwendet, sondern auch in der Kultur- und Gesellschaftskritik, der Organisationsforschung und der Managementtheorie.

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