Narzisse

Die wahre Bedeutung des Narzissmus beruht auf einem antiken Mythos.

Du hast vermutlich schon beim Lesen des gestrigen Posts an die Blume gedacht, die als ‚Narzisse‘ bekannt ist.

Seit dem 16. Jahrhundert ist die Narzisse im Deutschen belegt. Ihr Name hängt mit ihrem starken, intensiven und betäubenden Duft zusammen. Das griechische Wort nárke bedeutet ‚betäubend‘ und ,lähmend‘ – und fasst die Wirkung der Pflanze ebenso treffend zusammen, wie die ausweglose Selbstliebe des Jünglings.

Tatsächlich taucht diese Blume auch in allen Versionen des tragischen Todes des Jünglings Narziss auf:

1) Die bekannteste Version ist die, in der Narziss sein Spiegelbild verliebt betrachtet, ohne zu erkennen, dass es sein eigenes ist. Als er sich dann ins Wasser beugt, um dem Objekt seiner Begierde nah zu sein, ertrinkt er. An der Stelle, an der er zuvor gesessen hatte, wächst eine Narzisse.

2) Beim römischen Dichter Ovid erkennt Narziss die Ausweglosigkeit seiner Liebe. Dennoch entkommt er dieser nicht, und geht kläglich daran zugrunde. Statt eines Leichnams findet man eine Narzisse an dieser Stelle.

3) In der Überlieferung des griechischen Schriftstellers Pausanias setzt sich Narziss an den See und erfreut sich an seinem Spiegelbild. Als ein Blatt ins Wasser fällt, wird durch die erzeugte Bewegung des Wassers sein wunderschönes Spiegelbild getrübt. In der vermeintlichen Annahme, er sei hässlich, stirbt Narziss. Nach seinem Tod wird er in eine Narzisse verwandelt.

Denk bei all diesen erschütternden Informationen bitte daran, dass heute Bergfest ist… 🙂

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