Illustration zum Begriff Marionette

Marionette

Heute schon ein bisschen frei gewesen?

Freiheit ist etwas wunderbares. Aber was passiert, wenn die Fäden, die dich halten, zu stramm sitzen?

Das, was du von der schnuckeligen Marionette kennst, ist auch in deinem Alltag verankert. Hinter dem einen oder anderen Überflieger steckt ein noch erfolgreicherer Puppenspieler.

Die Bezeichnung für eine an Fäden oder Drähten aufgehängte und dadurch bewegliche Gliederpuppe für das Puppentheater wird im 17. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden französischen marionette entlehnt. Die französische Bezeichnung ist eine Ableitung des Mädchennamens Marion, der selbst eine Verkleinerungsbildung des Vornamens Marie ,Maria‘ ist und eigentlich ,Mariechen‘ bedeutet.

Im Frankreich des 16. Jahrhunderts ist die marionette ursprünglich eine kleine Statue oder ein Bild der Jungfrau Maria. Ebenfalls bezeichnet sie eine kleine Figur für Kinder, die mit Händen, Sprungfedern oder Draht bewegt wird. Mit der Zeit kommt eine weitere Bedeutung hinzu, und umfasst zudem eine Person, die Grimassen schneidet und andere nachäfft. Im übertragenen Sinne wird letztere für einen willenlosen, charakterlosen Menschen verwendet.

Kulturhistorische Einflüsse dürfen hier auch nicht fehlen: Im späten Mittelalter werden kleine Marienfiguren für geistliche Spiele verwendet. Daraus werden später die Drahtpüppchen des Puppentheaters. Die hierbei durch fremde Kraft bewegten Püppchen sind für die übertragene Bedeutung des willenlosen Menschen verantwortlich.

Und nun gönn dir einen guten Start in diesen wunderbaren Dienstag – vollkommen befreit von den strammen Fäden des Montags! 🙂

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