Margarine

Perlen aufs Brot?

Gab es heute Morgen auch Margarine auf deinem Frühstückstisch?

Wenn nicht heute, dann sicherlich ein anderes Mal. Das Butter ähnliche Speisefett ist für den einen oder anderen nämlich die Alternative zur Butter. Grund hierfür ist die Basis auf tierischen und pflanzlichen, oder sogar auf rein pflanzlichen Fetten – letztere spricht vor allem Tierfreunde an.

Als die Margarine im 19. Jahrhundert in den deutschen Wortschatz gelangt, ist die französische Entsprechung margarine schon im Umlauf. Letztere ist eine gelehrte Bildung des französischen Chemikers und Begründers der Fettchemie – Eugène Chevreul. Bei seinen Untersuchungen von Fett und der Isolierung einer Fettsäure Anfang des 18. Jahrhunderts fällt ihm die perlmuttfarbene Verbindung auf. Die Benennung  der ,perlfarbenen Säure‘ – zu Französisch acide margarique – leitet er vom griechischen márgaron ,Perle‘ ab. Hinzu kommt die Endung -ine, entsprechend dem französischen glycérine ,Glyzerin‘.

Dies lässt die Margarine in einem anderen Licht erscheinen, oder? Vielleicht siehst du diese Perle nun mit anderen Augen. 🙂

Übrigens: Die Margerite, eine beliebte Blume, hat übrigens dieselbe „perlenbesetzte” sprachliche Wurzel wie die Margarine.

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