Illustration zum Begriff Imponderabilien

Imponderabilien

Einfach unberechenbar – Montag eben!

Der Wecker klingelt, du stehst auf, machst dir ein gesundes Frühstück und trinkst dazu genüsslich ein Käffchen? Klingt nach einem perfekten Start in die Woche. Was später folgt, ist das vermutlich allseits bekannte Montags-Chaos.

Ende des 18. Jahrhunderts bilden englische Physiker ein Wort, um ähnliche unberechenbare Einflüsse, Stimmungen und Gefühle zu beschreiben: imponderability – oder auf Deutsch: Imponderabilien.

Die Benennung setzt sich zusammen aus dem spätlateinischen ponderābilis ‚wägbar‘ und der negierenden Vorsilbe im-. Beschreiben soll sie die Eigenschaft sinnlich nicht wahrnehmbarer und nicht wägbarer Stoffe, aus denen man sich Elektrizität und Licht zusammengesetzt vorstellt.

Anfang des 19. Jahrhunderts findet sich die deutsche Entsprechung ‚imponderabel‘ ebenso wie der substantivierte Plural ‚Imponderabilien‘ im deutschen Wortschatz. Letzterer wird vor allem gebraucht, um nicht kalkulierbare politische und geistige Kräfte zu beschreiben.

Falls du dich heute unwägbarer Kräfte des Chaos ausgesetzt siehst – das ist dein neues Wort dafür 🙂

Danke, lieber Kai, für dieses Wunschwort. 🙂

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