Brief

Ein Briefing zum Brief

Das persönliche, adressierte Schriftstück mit der charakteristischen Form und der bunten Briefmarke hat meist einen langen Weg hinter sich. Was früher die Brieftaube erledigte, muss mittlerweile von Flugzeugen, Autos, Sortiermaschinen und schließlich dem Briefträger erledigt werden.

Die Herkunft des Briefes hat etwas mit dem Gegenteil zu tun. Stammwort ist das lateinische brevis ,kurz‘. In der Form breve scriptum bezeichnet es schon vor vielen Jahren ein kurzes Schreiben oder eine Urkunde.

Im Deutschen wird der Brief zunächst vorwiegend in der Kanzleisprache verwendet. Dabei gilt seine ursprüngliche Bedeutung von ,Schreiben‘ oder ,offizielle schriftliche Mitteilung‘. Diese Bedeutung findest du in Zusammensetzungen wie Schuldbrief, Freibrief und Frachtbrief oder Brief und Siegel.

Die heutige umgangssprachliche Bedeutung des Briefes entwickelt sich ausgehend vom mittelhochdeutschen Sendbrief. Diese Bedeutung führt im 17. Jahrhundert zum Briefwechsel, im 18. Jahrhundert zur Brieftaube und dem Briefträger sowie im 19. Jahrhundert zum Briefkasten,

Ebenfalls verwandt mit dem lateinischen Stammwort ist übrigens auch das englische Briefing. Diesen Anglizismus verwendest du in der heutigen Zeit, um ein kurzes Informationsgespräch oder eine Anweisung zu bezeichnen.

Und jetzt ab ins Wochenende – it’s FriYAY! 🙂

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