Blamage

Trittst du gern in Fettnäpfchen?

Wenn dich jemand blamiert, stellt er dich vor anderen bloß – oftmals nimmst du in solchen Fällen die Farbe einer reifen Tomate an.

Das Substantiv Blamage ist eine Entlehnung aus dem Französischen und hat eine lange Reise hinter sich: Angefangen vom griechischen blasphemeín beginnt es seine Reise im kirchlichen Kontext. Es setzt sich zusammen aus bláptein ‚Schaden bringen‘ und phếmê ‚der Ruf‘, und bezeichnet ursprünglich die Beschimpfung oder Verhöhnung Gottes.

Im Lateinischen wird aus dem griech. blasphemeín das gleichbedeutende blasphemare. Im 17. Jahrhundert gelangt dann schließlich das frz. blâmer als blamieren mit der Bedeutung ‚tadeln‘ ins Deutsche. Ab dem 19. Jahrhundert ist die Blamage im Sprachgebrauch nur noch das Bloßstellen.

Eine spannende Reise mit vielen Umwegen! 🙂

Post navigation

Schreibe einen Kommentar

Impressum