Baguette

Das Baguette als Zeichen der Macht?

Das lange knusprige Weißbrot mit der französischen Herkunft darf nirgendwo fehlen: Ob als Beilage beim sommerlichen Grillen, zum Süppchen in der kalten Jahreszeit, als Alternative zum Brötchen beim Brunch oder herzhaft belegt als Reiseproviant – das Baguette ist wandelbar und stets gern gesehen.

Die wahre Bedeutung des Baguettes hängt mit seiner Form zusammen. Grundwort ist nämlich das lateinische baculum, das ‚Stab‘ oder ‚Stock‘ bedeutet. Daraus entwickelt sich wenige Jahre später das gleichbedeutende bacchio im Italienischen. In seiner Verkleinerungsform wird aus dem bacchio (‚Stock‘) eine bacchetta (‚Stöckchen‘). Und schon ist das das französische Baguette sprachlich nur einen kleinen Schritt entfernt!

Im 18. Jahrhundert verbindet man mit dem Wort Baguette einerseits den Befehlsstab und das Kennzeichen für Offiziere; andererseits den Spazierstock. Seit dem 20. Jahrhundert ist das stangenförmige Weißbrot jedoch mit seiner heutigen Bedeutung fest im deutschen Wortschatz verankert.

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